Zillertal

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Das Zillertal sollte nach dem Willen seiner Einwohner immer Endpunkt, nie Durchgangsstation sein. Gegen alle Fernverbindungspläne mit Tunnel ins Ahrntal wehrten Sie sich bislang heftig und erfolgreich. Selbst der schon so gut wie beschlossene Anschluss an die von italienischer Seite aufs Pfitscher Joch führende Staubstrasse endet drei Kilometer vor dem Joch des 1971 fertiggestellten Schlegeis Stausee. Hier steht man in der Mitte zwischen Olperer und Hochfeiler, blickt auf das Eis des Schlegeisferners und kann in ein bis zwei Stunden schon die Romantik einsamer Berghütten genießen. Doch nicht nur, dass die Gletscher durch den Wechsel von sanfter Glätte und wilder Zerrissenheit das Naturbild kontrastreich beleben und durch den gleißenden Schimmer der Firnfelder aufhellen, das zu fließendem Stein gewordene Wasser hat die Landschaft auch entschedend mitgeformt. Die heutigen Gletscherenden und Zungen liegen ausschließlich auf blankgeschliffenem Fels. Ein Ast des eiszeitlichen Zillertaler Gletschers formte auf seinem Weg über das Pfitscher Joch eine klassische Rundbuckellandschaft. Die höchsten Gipfel der Zillertaler Alpen sind der Hochpfeiler, der große Möseler und der Löffler. In Ost-West Richtung aufgereiht, formen sie den Zentralkamm, jenes vergletscherte Felsmassiv aus Granitgneis, das zugleich Wetter-und Wasserscheide darstellt.
Bei Mayrhofen vereinigen sich Ziller, Stilluppe, Zemm und Tux, jene einst wilden Bäche, die tief in den Gründen der Gletscher entspringen, jetzt aber durch umfangreiche Kraftwerk und Speicheranlagen viel von ihrer Urtümlichkeit verloren haben. Sie dienen heute ausschließlich der Regulierung der Staubecken.
Der große Touristenstrom, der sich alljählich über den Brenner nach Süden wälzt, lässt die Zillertaler Alpen links liegen. Keine Passtrasse erlaubt die bequeme Durchquerung, kein höchster Gipfel lockt die Rekordsüchtigen. Sie, sind um ihrer Schönheit Willen berühmt geworden. Gepflegte Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade, die aussichtsreiche Zillertaler Höhenstrasse mit ihren einzigartigen Blicken auf die Zillertaler Alpen stellen selbst heute anspruchsvolle Besucher zufrieden. Über den höchsten Gipfel dieser Alpenkette, den 3500 Meter hohen Löffler verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien.
Ein Blick hinüber zu den Waldfluchten von Olperer, Fußstein, Schrammacher und Sagwandspitze zeigt eindrucksvoll, dass die Zillertaler auch mit höchst anspruchsvollen und schwierigen Felsfahrten aufwarten können, dahinter locken die Eiswände von Hochfeiler und die Hängegletscher des Hochferners, die zu den großartigsten Eistouren der Ostalpen zählen. Nach Mayrhofen teilt sich das Tal der vier Gründe. In den Zillergrund, in das Stilluptal, den Zimmergrund und schließlich in das Tuxer Tal. Circa 20 Kilometer von Mayrhofen entfernt im Tuxer Tal liegt am Talschluss das Hoteldorf Hintertux. Von da führen die Zillertaler Gletscherbahnen hinauf in ein einzigartiges Sommerskigebiet auf den Hintertuxer Gletscher.
                                                            
 
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